Kelterfest des Jugendfördervereins (von Kirstin Becker)

Äpfel sind frisch, saftig, süß und sehr gesund. Am besten sind die Äpfel direkt vom Baum. Schade nur, dass immer mehr Äpfel am Baum hängen bleiben, ohne dass sie gegessen werden. Aber klar, gerade in Jahren mit sehr reichlicher Obsternte kann man die Äpfel gar nicht alle essen. Um selbst Apfelsaft zu keltern fehlt den meisten die Zeit und die Lust. Was tut man dann mit der Ernte? Hängenlassen und abwarten? 
Dieses Jahr nahte Hilfe vom Blaubacher Kinder- und Jugendförderverein. Sie riefen am Samstag, dem 6. Oktober, alle Kinder von Blaubach auf, Äpfel sammeln zu gehen. Und das taten sie auch. Um 14 Uhr traf sich die bunt zusammengewürfelte Truppe an der Feuerwehr-Gerätehalle. Und dann zogen sie los, schwer bewaffnet mit Säcken, Tüten und Netzen, um die leckere Fracht nach getaner Arbeit wieder zurück zu tragen. Und dann wurde an den verschiedensten Orten die Bäume von ihrer Last befreit. „Hm, wie lecker!“ bemerkten die Kinder ganz schnell. So wanderten einige Äpfel in die hungrigen Münder, aber auch viele Äpfel in die Säcke. So viele, dass oftmals das Transportmaterial knapp wurde. Von überall her trugen die eifrigen Sammler neue Kartons und Körbe herbei, um alles zur Feuerwehr-Gerätehalle zu tragen. Dort ging es dann weiter. Gespannt schauten alle zu, wie man aus den Äpfeln eigentlich Saft herstellt. „Und wann kommt jetzt das Wasser dazu?“ fragt ein Mädchen. Und ist ganz erstaunt als sie hört, dass in den Äpfeln so viel Saft drin ist, dass man kein Wasser braucht. Und dass der Saft auch ohne Zucker richtig süß schmeckt. Nach dem Mußen konnten alle ihre Kräfte beim Pressen unter Beweis stellen. „Das ist ja ganz schön anstrengend“ bemerkten die Kinder, die aber tatkräftig unterstützt wurden. Aber beim Probieren war alle Anstrengung vergessen. Denn richtig lecker, dass war der Saft. 
In den Genuss konnten die Blaubacher Bürger erst einen Tag später kommen. Sonntags waren alle zum Kelterfest eingeladen. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Der selbstgemachte Apfelsaft wurde viel gelobt und reichlich getrunken. Oft nahmen die Besucher noch einige Liter Saft mit nach Hause. Neben Speis und Trank bekamen aber gerade die jüngeren Besucher noch ein vielfältiges Programm geboten. Sie konnten Rummelebootze schnitzen, Stockbrot machen oder sich eine Kartoffel in der Glut zubereiten. Natürlich wäre es schön, wenn von dem Gewinn etwas neues für die Kinder und Jugendlichen in Blaubach angeschafft werden würde. Aber wenn nicht, ist es auch nicht schlimm. Denn eines hat dieses Fest auf jeden Fall gebracht. ein tolles Wochenende und viel Spaß.