Blaubacher Poststelle in der Schulstraße
| Inventarnummer | 1044
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| Aufbewahrungsort | |
| Fundort | Klaus Dillmann
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| Alter | 1945
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Beschreibung: Das hier wiedergegebene leider undatierte Foto ist wahrscheinlich noch einige Jahre vor 1945 entstanden. Die Abbildung zeigt zunächst Johanna Engelmann, geb. Dillmann, auf der Treppe vor Ihrem Elternhaus [[Schulstraße[[ 6, bzw. damals noch Blaubach Nr. 57.
Fürs Gemeindearchiv ist die Aufnahme auch deswegen interessant, weil am rechten Bildrand ein historischer Briefkasten der Deutschen Reichspost mit abgebildet ist. Oberhalb des Wappens mit dem Reichsadler ist eine Plakette angebracht die darauf hinweist, dass in der Poststelle ein öffentlicher Fernsprecher vorhanden war. Mit Sicherheit war das einer der ersten Telefone im Dorf, wahrscheinlich sogar das Allererste.
Tatsächlich war die Blaubacher Post über viele Jahrzehnte "bei Dillmanns" im Haus untergebracht. Der genaue Zeitraum muss noch heraus gefunden werden. Aber eine Spanne zwischen etwa 1940 bis etwa kurz vor 1970 ist schon wahrscheinlich. Postkarten, Briefe, Pakete, Rentenauszahlungen, Nachrichten mit viel Freud und Leid alles lief damals noch über die Blaubacher Post.
Posthalter waren in dieser langen Zeit zunächst Jakob Dillmann, * 1883, t 1956 und anschließend über viele Jahrzehnte dessen Schwiegertochter Hilde Dillmann, geb. Clos, * 1918, t 2010. Jakob ist der Großvater, Hilde die Mutter von Klaus Dillmann.
Anmerkung: Im Adreßbuch 1938 ist vermerkt, dass zumindest bis zu diesem Zeitpunkt Karl Schön die örtliche Postagentur betrieben hat. Wann genau der Wechsel zum Haus Dillmann hin erfolgt ist muss noch geklärt werden. DAs gleiche gilt für den Übergang zwischen Familie Dillmann hin zu Frau Ilse Becker.