Bachhawersch (Gebäude)

Aus Dorfgeschichte Blaubach
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Auf dieser historischen Fotografie (älter als 1940) ist im Hintergrund unmittelbar rechts vom Maibaum das ursprüngliche Haus "Bachhawersch" zu sehen.
Der ursprüngliche Standort des Hauses "Bachhawersch" an der heutigen Kuseler Straße (früher am namensgebenden Bach).

Bachhawersch ist der Name des Hauses von Abraham Müller, das ursprünglich am mittlerweile unterirdisch verlaufenden Bachlauf des aus Richtung Mayweilerhof kommenden Blaubachs stand. Als er in den Mauerweg umzog nahmen er und seine Familie den Hausnamen mit.


Das Haus Bachhawersch

Abraham Müller war Ackerer und Hauseigentümer und wohnte in Blaubach am Bachlauf, genau dort wo heute das Haus Kuseler Straße 8 steht. Das Haus stand damals mit der Front– oder Breitseite zum Bach hin und wurde um die um 1900 von August Clos erworben. Es wurde Jahre später abgerissen und mit der Giebelseite zum Bach hin neu gebaut, so wie es heute noch steht.

Die beiden Standorte des Hauses

Abraham Müller am Bach, oder Bach-Abrahahm genannt, baute ein neues Haus oben am Mauerweg. Trotz des neuen Ökonomie-Gebäudes, (im fränkischen Stil gebaut), ist dabei der alte Hausname mit gewandert. Und aus diesem Bach-Abraham ist im Blaubacher Dialekt und der Nachlässigkeit in der Namenssprechung, sozusagen im reinsten „Kauderwelsch“ der Name Bachhawersch entstanden, der heute noch den selben Bekanntheitsgrad und Gültigkeit hat wie vor vielen Jahren. Will man als eingesessener zur heute dort lebenden Familie, geht man selbstverständlich in Bachhawersch.

Der heutige Standort des Hauses "Bachhawersch" im Mauerweg 12.

Der ursprüngliche Standort des Hauses „Bachhawerch“ liegt am Standplatz des heutigen Anwesens Kuseler Straße 8. Hier verläuft inzwischen seit vielen Jahrzehnten der Blaubach verrohrt unterhalb der Kreisstraße. Bachhawersch früheres Haus stand im Gegensatz zum heute dort befindlichen Anwesen längs zum Bachlauf. Der Bach floss hier früher völlig offen ins Dorf und die Kreisstraße nach Mayweilerhof war überhaupt nicht vorhanden.



Literaturangabe

Allez Hopp, Ausgabe 2011-01 oder 2006/2, (Artikel wurde zweimal abgedruckt), von Gisela Schneider