Zeitungsartikel von Emil Clos (Sammlung)

Aus Dorfgeschichte Blaubach
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Inventarnummer
360
Aufbewahrungsort
Fundort
vom verstorbenen Dieter Clos (Blaubacher Straße 15; ehem. Blaubach Nr. 69) als Leihgabe erhalten
Alter
keine Angabe

Beschreibung: DIN A 4 Büchlein, unterschiedlich große Zeitungsabschnitte wurden ausgeschnitten und eingeklebt. Es sind Erinnerungen an verschiedene Veröffentlichungen geschrieben von Emil Clos in der zum damaligen Zeitpunkt aktuellen Tagespresse. Nachstehend sind die Inhalte der einzelnen Geschichten in Stichpunkten wiedergegeben. Viele Artikel stehen in Bezug zu Blaubach. Erzählungen und Berichte von Emil Clos (genannt der Schreiber) aus Blaubach. Angehörige haben die Zeitungsausschnitte gesammelt und aufbewahrt.



Inhaltsverzeichnis

30.07.1926 - Aus Nah und Fern zur Erntezeit

Die Geschichte beginnt mit einem Kinderreim: „Ruh im Haus, Ruh im Haus, die Wintergerscht ist zeitig, jetzt kriege mer werrer Brot ins Haus, dann werre mer nimmi streitig“. Die Sätze – teils in Dialekt - erzählen von der Mühe des Bauern, die Felder zu bestellen und abzuernten.

31.01.1947 – Kusel, vor den Toren der Stadt – Pfälzische Volkszeitung

In diesem Artikel wird poetisch die Landschaft um Kusel an einem kalten Wintertag beschrieben.


22.11.1946 – Kusel, vor den Toren der Stadt – Pfälzische Volkszeitung Kaiserslautern

Beschreibung des Herbstbeginns, in Gedanken voller Sorge auf den kommenden Winter und die Not der Menschen.


29.04.1950 – Vor der Toren der Stadt Kusel – Kuseler Tageblatt

Beschreibung der Wetterlage an einem Frühlingstag. Im letzten Drittel des Abschnittes mit Bezug auf die Heimat rund um die Burg Lichtenberg und den Gaisberg.


12.04.1952 – Vor den Toren der Stadt – Im Heimatwinkel Kuseler Tageblatt

Malerische Beschreibung des Wetters an der Scheide Winter zum Frühling. Das Verhalten der Vögel wird mit dieser Situation in Verbindung gebracht. Zuletzt erfährt man etwas über „Steinpickertsche“. Das sind wilde blaue Meerzwiebeln, die im Blaubacher Wald zu finden sind. Genannt werden auch das „Scharbockskraut“ und der „Aronstab“, den der Erzähler in der Natur findet.


18.02.1952 – Vor den Toren der Stadt – Kuseler Tageblatt

Hier wird die Landschaft nahe der Dörfer Oberalben, Dennweiler und Mayweilerhof an einem kalten Wintertag beschrieben. Der Blick des Betrachters reicht bis zum Erzweilerhof.


17.05.1952 – Ein Schulausflug vor 45 Jahren – Kuseler Tageblatt

(also ca. kurz nach 1900) Eine überaus nette und interessante Erzählung über einen Tagesausflug von Schülern und Dorfbewohnern mit Leiterwagen von Blaubach nach Idar-Oberstein, sehr kurzweilig und darstellend beschrieben.


05.05.1952 – Vor den Toren der Stadt – Kuseler Tageblatt

Der Weg zum Bäckerladen, er führt vorbei an der Gastwirtschaft und zieht sich in die Länge bis spät in der Nacht die Eindrücke den Wanderer eine Pause einlegen lassen.


31.07.1954 – Vor den Toren der Stadt – Kuseler Tageblatt

Hier wird die Liebe des Erzählers zum Kuseler Land erkennbar – Blaubach, Dennweiler und Oberalben.


01.04.1957 (Aprilscherz) - Klein-Zahnradbahn – Kuseler Tageblatt

Bericht über eine Bahn, die Wanderer vom Haselrech in Kusel zum Gaisberg befördert hat. Dies dürfte wohl, ein Scherz gewesen sein. Jedoch ist die Geschichte durchaus glaubhaft dargestellt, denn dieses kleine Stück vom Haselrech zur Höhe des Gaisberges machte heute noch dem einen oder anderen Wanderer zu schaffen.


22.12.1960 – die „klassische“ Flurbereinigung Blaubach ist bald beendet

Die Blaubacher Flurbereinigung – erstmals 1954 – 1961, Aussiedlung des landwirtschaftlichen Betriebes August Clos. Heute Rothengründer Hof.

02.12.1953 – Aus dem Kreisgebiet – Blaubach – Flurbereinigung – Kuseler Tageblatt

Eine Versammlung am 13.03.1953. Erwähnt werden hier – Landtagsabgeordneter Fickeisen, Dr. Riemenschneider, Neustadt, Landwirtschaftsrat Bleicher.


24.01.1953 – Vor den Toren der Stadt – Kuseler Tageblatt

Eine Wanderung über den Bahndamm zur Gailbach über das „Wäldersteinche“ und den Mayweilerhof. Hier wird vom „Hofgut Mayweilerhof“ erzählt: Dort soll einmal die Anlage eines Weinberges gewesen sein – 1830. Eigentümer und Ackersmann auf dem Hof war Nicolaus Blaß von Stadecken bei Mainz. Er hat den Hof 1829 ersteigert und kam mit 8 Kindern aus dem rheinhessischen Gau in den unwirtschaftlichen Westrich. Er hat seiner Frau zuliebe einen 5 Morgen großen Weinberg am „Wäldersteinchen“ angelegt und aus Freude über den großen Erfolg ein Gedicht verfasst. Ein kleiner Wingert erstand noch am „Hoppler“ etwas links nach Blaubach zu. Dort hat sich der Land- und Wingertsmann Göres von Hof in zäher Arbeit ebenfalls einen Weinberg angelegt. Der Erzähler erfährt diese Geschichte von einem Bauern, der ein gelbliches Seidentüchlein ausbreitet. Das Gedicht ist in vier Graden einer sehr fälligen Gotisch aufgedruckt vielleicht in der Offizin des ersten Kuseler Buchdruckers Chr. Lud. Schneider, und zwar in bläulicher Farbe:


...Meinem allergnädigsten König Ludwig dem ersten ehrfurchtsvoll gewidmet von dem Verfasser:

Herr, wir preisen deine Güte, deine große Wundermacht; denn du sorgtest früh und späte, für das, was du hergebracht, du gibst ihm allein Gedeihn, darum wollen wir dir´s weihn.

Neue Welter schaffst du immer, durch der Menschen Fleiß und Hand: Was vor Kurzem öd und dürre, gab ein schönes Weinbergland; Wo kein Mensch daran gedacht, ist´s mit Gottes Hilf´ vollbracht.

Lasst doch den Gedanken schwinden, es ist zu kalt im Westenreich, unsere Trauben werden reifen, den am Vater Rheine gleich. Klippen, Schiffer, Sonnenschein, die bringen ja auch guten Wein.

Lang war hier der Schatz vergraben, dieser edle Rebensaft, kommt jetzt her und tut euch laben, er gibt ja euren Herzen Kraft. Trinkt nur fleißig, er gibt Mut, Ohn`was er sonst noch weiter tut.

Sollt auch manches Jahr misslingen, bleibt doch fest noch unser Mut, dennoch trinken wir nicht minder von der Reben edlem Blut; Dies vertreibet uns die Sorgen, denn der Wein macht alles gut. Wenn die Gläser werden funkeln, von dem roten kühlen Wein; da wird man einander sagen, er ist aus dem Wälderstein; Trinkt, er schmeckt ja gar zu gut, dieser Wein macht frisches Blut.

Wälderstein, so heißt der Boden, wo ich pflanze diesen Wein, kommt zu mir und tut euch laben an dem guten Westrich-Wein: Tanzt und singt und macht noch Spaß bei seinem Gründer Niklaus Blaß.

Das war Nikolaus Blaß von Stadecken bei Mainz, so vernehm ich von ihm, der Erwerber des ehemals arrondierten (zusammengelegt) Hofgutes Mayweiler, das im Jahr 1829 zwangsversteigert wurde. Mit acht Kindern kam dieser Urahn aus dem rheinhessischen Gau in den unwirtschaftlichen Westrich.

16.04.1960 – Ein Blatt aus dem Buch unserer schönen Heimat - Rheinpfalz

Als Anregung zu einem geruhsamen Osterspaziergang. Beschrieben wird der weitreichende Blick vom Ödesberg auf das Kuseler Land.


16.04.1960 – Der Heidengraben bei Blaubach – Kuseler Tageblatt

Blaubach, wie ist es entstanden? O je, O je, no Blaubach geht kee Weh (oh je nach Blaubach geht kein Weg), Blaubach leiht im Grawe! (Blaubach liegt im Graben) – so wurde früher über Blaubach gesprochen. Früher – so um 1600. Diese Geschichte erzählt von Blaubach während des 30jährigen Krieges, als sich wenige Gehöfte am Zusammenfluss von Damm- und Röhrbachlein gruppierten. Es war aus einer Notlage heraus, die Siedler wollten sich vor Plündern schützen und wurden tatsächlich so nicht von durchziehenden Truppen – den Heidnischen Kroaten - gefunden. Daher heißt das Tal noch heute der „Heidengraben“.

01.09.1960 – Das Westrich Dorf, einst und heute – Rheinpfalz

Der Erzähler beschreibt das Dorf mit dem Blick seiner Kinder- und Jugendtage. Die Häuser und Straßen, Brücken und Bauwerke. Der Wandel ist erkennbar und macht auch vor dem kleinen Dorf nicht halt. Es werden Scheunen zu Wohnraum umgebaut, Bauernhöfe verschwinden.

21.01.1961 – Der Molterlöffel – Kuseler Tageblatt

Vom wirtschaftlichen Kampf der Mühlenindustrie ums Überleben. Von dieser Geschichte wurde bereits an anderer Stelle berichtet.


29.03.1961 – Wanderung zur Burg Lichtenberg

Beschreibung des Weges und der örtlichen Gegebenheiten vor der Burg. Der Erzähler versinkt in die Geschichte der Burg Lichtenberg und erzählt seine Eindrücke von der Vergangenheit dieses mächtigen Gebäudes.


09.09.1967 – Vor den Toren der Stadt

Ein Sommertag: Schwimmbad, Gaisberg, Römerstraße, eingebettet in die Landschaft zwischen Himmel und Erde.


05.03.1963 – Vor den Toren der Stadt

Eindrücke von Landschaft und Jahreszeit.


10.10.1963 – Vor den Toren der Stadt – Kuseler Tageblatt

Dieses Mal führt der Weg über Kusel, den Feist zum Rammelsbacher Steinbruch. Der Erzähler beschreibt die Landschaft um den Steineren Mann bei Ruthweiler, die vermutlich auf dem Rückweg nach Blaubach diese Eindrücke hinterlässt. Schwerpunkt in dieser Geschichte liegt in der Beschreibung der Burg. Erzählt wird von den Mitgliedern des Heimatvereins Thallichtenberg, die zusammengetragene Kostbarkeiten im Kellergewölbe des Amtmann Hauses verwahren. Dazu gehören neben Waffen aus dem vorigen Jahrhundert, irdene- und Tonfragmente, Werkzeugen auch eine nahezu zwei Meter hohe Standuhr mit einem hölzernen Räderwerk.

Im Jahr der Veröffentlichung dieser Geschichte, geht die Vollendung des Erweiterungsanbaus der Jugendherberge dem Ende zu.

14.12.1963 – Der alte Kataster – Kuseler Tageblatt

Bei der Entrümpelung eines alten Hauses wird ein altes Buch (Kataster) gefunden. Dieses stellt einen Auszug des Umschreibkatasters des Notars Hoseus aus Kusel dar. Es wird u.a. von einer Erbteilungsurkunde erzählt, die am 29.9.1841 gefertigt wurde. Vater Theobald Sander hatte seiner Tochter Katharina Land übertragen. Im Jahr 1857 registriert der Notar Pasquay einen Kauf von Jakob Sander von 40 000 Quadratfuß (gleich 100 Dezimale) Wiese hinterm untersten Wald zu 1500 Gulden. Jakob Sander ging nach Amerika. In der Schenkungs- und Teilungsurkunde aus dem Jahre 1867 spiegelt sich die verwandtschaftliche Beziehung von Müller Abraham II zu den Eheleuten Theobald Simon. Die Namen wechseln über in Simon (gebürtig vom Sangerhof) und Drumm (gebürtig in Erdesbach). Zwei Schwestern Margarete und Katharina – die Gret und die Käther treten in diese Ehen.


17.04.1965 – Vor den Toren der Stadt

Frühling über der Landschaft um Baumholder, Mettweiler, Dennweiler-Frohnbach


14.03.1963 – Vor den Toren der Stadt

Frühlingserwachen in Ruthweiler und Thallichtenberg


06.03.1965 – Vor den Toren der Stadt – Kuseler Tageblatt

Winter auf dem Weg vom Kuseler Bahnhof über Diedelkopf nach Körborn


19.12.1968 – Vor den Toren der Stadt – Die Rheinpfalz

Beitrag über Nebel im Körborner Grund.


12.02.1969 – Unverhofft kommt oft - Die Rheinpfalz

Ein Gewinn bei der Prämienauslosung der Sparkasse. Ein altes Ehepaar wird überrascht.


21.04.1969 – Vor den Toren der Stadt – Die Rheinpfalz

Morgenerwachen – ein Vogel wird Opfer des Straßenverkehrs.


Februar 1962 - Verschiedene Werbeanzeigen sind aufgeklebt

  • Schlachtfest in Emrich´s Hauswirtschaft
  • Kostümfest im Cafe Schwinn
  • Eröffnung des Bierkellers Koch-Bräu


17.02.1962 – Alle fünf Minuten ein guter Zug – Koch-Brau eröffnet heute „Station Bierkeller“

Das neue Lokal unter dem „Sälchen der Hauswirtschaft Koch“ im Gewölbekeller. Das erste Lokal mit Selbstbedienung im Kreis Kusel.

27.03.1969 – Des Fahrers Gesicht – Die Rheinpfalz

Die Busfahrt eines acht Jahre alten Schülers in die falsche Richtung. Er wählt den falschen Bus zur Heimfahrt nach der Schule, weil er sich am Aussehen des Fahrers orientiert hatte.


1990 - Original im besten Sinne – zum Tode von Reinhard Schmitt

´s „Schmittche“ mit der Aktentasche. –ein kleiner Mann , dessen Denkmal zur Erinnerung in der Bahnhofstraße in Kusel, gegenüber ehem. Hotel Rosengarten, einen Platz gefunden hat. Reinhard Schmitt, Jahrgang 1897, lebte eigentlich in Bosenbach. Er verbrachte eine Zeit mit seiner Ehefrau Berta (verst. 1953) in Blaubach. Nach Kusel kam er 1973 und bezog im Hotel Rosengarten sein Domizil. Er war ein fröhlicher Geselle, der in Kneipen lustige Geschichten erzählte und in seiner Aktentasche Lottoscheine aufbewahrte.


31.01.1962 - Nachrichten aus Blaubach

Von Kanalisationsarbeiten, über Flurbereinigung zum Holzeinschlag.


26.06.1962 – Aus dem Kreisgebiet

Feuerwehrgroßeinsatz in Blaubach. Der neue Rothengrunderhof war im Rahmen einer Löschübung als Brandobjekt ausgewählt worden. Die Geschichte beschreibt dieses Ereignis.