Liste der Gewannen

Aus Dorfgeschichte Blaubach
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Dies ist eine (noch nicht vollständige) Liste der Gewannen in der Gemarkung Blaubach und eine Beschreibung.

Handgezeichnete Karte von Blaubach, gefertigt den Lehrern Sofski und Kleinschmidt für Unterrichtszwecke

Kohlekaut

ehemals Philippsgrube, ca. 13 cm dickes Flöz, heute nur noch an den Bodenabsenkungen zu erkennen. 1841-1849 mit vier bis fünf Arbeitern haben sie 960 Tonnen Steinkohle abgebaut.

Friedhof

zuerst angelegt 1868, war 1913 voll belegt, 1926 in Richtung Dorf erweitert, für eine nochmalige Erweiterung steht das Land schon seit Jahren zur Verfügung.Vor 1868 wurden die Blaubacher Toten über Diedelkopf und Haselrech (Leichenweg) zum ehemaligen Kuseler Friedhof (später Standort des Gesundheitsamtes) gebracht.

Mühlmoch

(Mühlbach), so genannt,weil sein Wasser die Diedelkopfer Mühle betrieb.

Schäferacker

da jede Gemeinde früher Hirten beschäftigte, ist es gut möglich, daß der Acker, bzw. das Flurstück dem Schäfer zur Entlohnung übergeben wurde, oder, daß dort die Schafe eingepfercht wurden.

Hingling

hängiger Acker

Wäscherkaut

eigentlich "Wascherdekaut", verschiedene ältere Mitbürger können sich erinnern, daß hier in früheren Zeiten nach einer weißlichen, kreideartigen Erde, die zum Waschen benutzt wurde, gegraben wurde.

Röhrmoch

(Röhrbach), nach "Prof.Christmann" (Schilfrohr), das zur Zeit der Namensgebung an diesem Bach wucherte. Am Ende des Tales, schon auf Körborner Gemarkung liegen die Quellen der Blaubacher Wasserversorgung, die bis Anfang der 70er Jahre Blaubach mit Wasser versorgten.

Hochteilung

ehemals Gemeindeland auf dem Hoch, das 1764 aufgeteilt wurde, daher der Name.

Flachsfeld

Flachsfeld ist eine Blaubacher Gewannenbezeichnung. Der Bereich liegt nördlich des oberen Dammbachtals vor dem Gehöll oder Gehell.

Am Gehöll

hat mit der Hölle nichts zu tun, sondern leitet sich ab von jäher (steiler) Halde, "Gäh" für steil ist auch heute noch in der Mundart gebräuchlich.

Am Hoppler

Der Hoppler ist ein nordwestlich der Ortslage bzw. westlich der Kreisstraße gelegener kleiner gemeindeeigener Waldbereich. Viele Blaubacher haben schöne Erinnerungen an Zeltlager und Grillabende am dort gelegenen (inoffiziellen) Grillplatz.

Unterm Dammoog

heute amtlich Dammbach, früher 1781 Dambach, im Volksmund Dammooch. Die Bezeichnung "Mooch" steht für kleiner Wald, Gebüsch, lichter Eichenbestand. Die meisten Mooche liegen als Reste alter Rodungen an den steilen Hängen. Prof. Christmann schreibt- aus keiner anderen pfälzischen oder benachbarten Landschaft war etwas von einem Flurnamen Mooch zu erfahren, wie aus der Gegend Ulmet und Kusel.

Mainweiler

hier befand sich bis ca. 1560 ein Ort Namens Mayveile, Meinweiler, eine ehemals fränkische Siedlung. Geschichte des Mayweilerhofs von Ingrid Biethke.

Auf dem Rain

der Gemarkungsteil Auf dem Rain liegt auf der Anhöhe östlich des Dorfes. An dieser Stelle sind im 2. Weltkrieg zwei Bomben niedergegangen.

Wolfskaut

da es nach dem 30-jährigen Krieg wieder viele Wölfe in der Gegend gab, wurden überall Fanggruben angelegt, fast alle Dörfer in der näheren und weiteren Umgebung haben diesen Flurnamen. Die in Blaubach vorhandene durchaus tiefe Mulde wurde ca. in den 1970-iger Jahren gänzlich zugefüllt. Heute befindet sich genau am Standort in der Gewann Wolfskaut die Grünschnittstelle der Ortsgemeinde.

Fladenbusch

Bewaldete Hangfläche im nordwestlichen Bereich des oberen Gailbachtals. Zufahrt aus Richtung Grünschnittstelle kommend über die Panzerstraße hinweg dem Wirtschaftsweg folgend links. Bestandteils des Fladenbuschs ist auch die Gewann Buchholz.

Buchholz

Name nach der Holzart benannt. Der Waldbereich ist Bestandteil der Gewann Fladenbusch. Viele frühere Blaubacher Maibäume sind im Bereich Buchholz eingeschlagen worden.

Reedern

Die Reedern bezeichnen das kleine Waldstück zwischen Blaubach, (Alte Straße) und Diedelkopf, Blockweg.

Hilgert

das Grundwort kommt von "Garten"

Gailbach

Die Gewanne Gailbach, mundart: Gäälbach, wahrscheinlich von "gelber Bach" nach der Farbe des Wassers (evtl. bedingt durch Eisenoxide), die gelegentlich nicht nur für das Wasser der Gailbach zutrifft.

Güntherrothswald

auch: Günteroths genannt. Ehemaliger Waldbesitz der Freiherren von Günderothe, Erben der Blicke von Lichtenberg.

Ödesberg

wird als Eidechsenberg gedeutet, von hier aus kann man leicht auf Kusel herabblicken, aber wir Blaubacher "sein net stolz", auch wenn unsre Mütter keine "erde Gibs raache" (Zitat von Franz Dietrich)

Pickelsäule

ein Flurname, dem man arg mitgespielt hat. Ursprünglich hieß es Pitzelseyl, der Kirchpfad nach Kusel führte früher hier durch.


Literaturangabe